Kinder, die von Krebs betroffen sind, kann dies sehr belasten, ähnlich, wie es die ganze Familie belasten wird. Sie fragen sich vielleicht, warum ausgerechnet sie krank werden. Manchmal werden sie daraufhin von Selbstzweifeln geplagt und werfen sich vor, am Ausbruch der Krankheit selbst schuld zu sein. In dieser Zeit ist es sehr schwierig, mit dem erkrankten Kind umzugehen. Diese Situation erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Die Krankheit hinterlässt deutlich ihre Spuren. So kann sich ein früher als „aufgeweckt“ und „aktiv“ bezeichnetes Kind zu einem kraftlosen Menschen entwickeln, der viel Zeit im Bett verbringen muss. Dies geht mit dem Gewichtsverlust einher. Die Krankheit ist sehr einschneidend für den Betroffenen. Sportliche Aktivitäten, wie das Beisteigen der Klettertürme und Spieltürme auf dem Spielplatz sind plötzlich nicht mehr möglich. Die ständige Bettruhe kann gerade auch während der Therapie an den Nerven zehren.

Für Eltern ist dieses Situation meist auch recht schwer, da sie sich fragen, wie viel sie dem Kind zumuten können. Hier ist es wichtig, ehrlich zu sein, sich Zeit für den körperlichen, sowie den Gesprächskontakt mit dem Kind zu nehmen. Verbringen Sie viel Zeit mit dem Kind und kuscheln sie mit ihm. Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, Geborgenheit zu erfahren!

Eltern sollten dem Kind zudem zugestehen, all seine Gefühle äußern zu können, sei es Wut, Trauer oder Angst. Dies gehört zum Durchleben einer Krankheit dazu. Seien Sie für Ihr Kind da, schenken Sie ihm das nötige Vertrauen, sodass es sich traut, seine Ängste zu offenbaren. Es kann dem Kind auch sehr helfen, seine Gefühle auch durch andere Kanäle zu zeigen, wie etwa Malen oder Musizieren. Ermutigen Sie das Kind zu diesen Aktivitäten!

Informieren Sie das Kind über die Krankheit, aber überfordern Sie es nicht. Hier helfen altersgerechte Informationsmaterialien. Und ganz wichtig: Das Kind bestimmt wie Zügigkeit, des Informationsaustauschs. Vielleicht finden Sie auch andere Betroffene, mit denen Sie sich gemeinsam austauschen können?

An dieser Stelle soll noch einmal gesagt sein, dass die Diagnose Krebs nicht unbedingt „Sterben“ bedeutet. Machen Sie sich und dem Kind Mut, die Krankheit zu besiegen!